Das Konzept

Meine Tagespflege

Am 1.7.2017 habe ich meine Kindertagespflege „Sausewind“ eröffnet und betreue bis zu 5 kleine Sausewinde gleichzeitig.

Ich betreue von 11 Monaten bis in der Regel 3 Jahren. Betreuung über das 3. Lebensjahr hinaus kann individuell abgesprochen werden.

Die Kernbetreuungszeit ist von Montag-Donnerstag 6.00-16.00Uhr und Freitag von 6.00- 13.00Uhr.

Ich biete sowohl Vollzeit-, als auch Teilzeitplätze.

Der Urlaub beträgt im Jahr 6 Wochen und die Eltern müssen sich in dieser Zeit um eine Vertretung kümmern.

Die Räumlichkeiten

Das Erdgeschoss unseres Hauses wird der Bereich sein, wo sich der Tagespflegealltag abspielt, da im Obergeschoss die Kinderzimmer sind und diese als Rückzugsort für meine Kinder bleiben sollen.

Der Flur ist sehr lang geschnitten und ist gleichzeitig der Empfangsbereich, wo die Kinder morgens in Empfang genommen und auch nachmittags wieder abgeholt werden. In der Zwischenzeit eignet er sich prima zum Spielen, Toben und Bauen.

Das kleine Gästebad ist ausgestattet mit Waschbecken, Toiletten und ebenerdiger Dusche und bietet genügend Platz um sich mit Töpfchen und/oder Toilette vertraut zu machen.

Das Spielzimmer ist zwar nicht sehr groß, aber kindgerecht eingerichtet mit einem weichen Teppich, Kindertisch und natürlich altersgerechtem Spielzeug. Des Weiteren steht dort eine Wickelkommode, dass ich auch beim Wechseln der Windeln immer alle Kinder im Auge habe. Dort legen wir nach dem Mittagessen auch für jedes Kind eine Matratze für den Mittagsschlaf aus.

Das Wohnzimmer dient im Sommer als Durchgang zu Terrasse, wird aber im Winter durch ein Türgitter abgegrenzt, da wir dort täglich den Kaminofen anhaben und es zu gefährlich ist.

Pädagogische Grundlagen

„Ein Sprössling braucht Sonne, um Pflanze zu werden. Ein Kind braucht Liebe, um Mensch zu werden.“ (Verfasser unbekannt)

Genau das ist meine Philosophie für meine Arbeit. Ich möchte den Kindern Liebe, Geborgenheit und Sicherheit vermitteln.

Jedes Kind ist einzigartig und individuell. Es muss die Möglichkeit bekommen seine eigene Persönlichkeit frei zu entfalten. Sie sind von Natur aus positiv eingestellt, offen für Neues und ganz unbefangen. Sie lassen sich vertrauensvoll auf eine Beziehung mit einem Erwachsenen ein. Kinder haben ein Recht darauf, dass man auf ihre Bedürfnisse eingeht und diese erfüllt werden.

Von Geburt an sind sie mit Kompetenzen und Fähigkeiten ausgestattet und können ihre Entwicklung selbst bestimmten.

Ich möchte den Kindern die Gelegenheit geben selbst auszuprobieren und zu entdecken. Sie sollen jedoch immer die Gewissheit haben, dass ich zur Stellen bin, wenn sie Hilfe haben möchten. Ich finde es wichtig, dass jedes Kind sich in seinem Tempo entwickeln kann und ich möchte keinerlei Druck ausüben.

Jedes Kind soll die Unterstützung von mir bekommen, die es gerade in dem Entwicklungsstadium benötigt.

Die Kinder werden natürlich trotzdem auch gefördert in ihrer Entwicklung, sowohl geistig als auch motorisch. Aber auf spielerische Art und Weise. Die Aktivitäten werden bunt gemischt sein. Wir werden zum Beispiel singen, vorlesen oder auch Fingerspiele machen, um die Sprache und die kognitive Entwicklung zu fördern.

Aber auch tanzen oder draußen spielen und uns viel bewegen, um die Motorik zu fördern.

Neben der Individualität jedes Kindes muss man natürlich auch immer die Gruppe als ganzes im Auge behalten. Die Kinder werden kaum alleine sondern meist in der Gruppe sein und müssen da hin und wieder auch einige Konflikte gelöst werden.

Ich werde mich auch dort zunächst im Hintergrund halten, beobachten und den Kindern die Möglichkeit der eigenen Lösungssuche geben. Und erst wenn sich keine Lösung abzeichnet, eingreifen und positive Lösungen vorschlagen, wie der Konflikt lösbar wäre. Ich bin kein Schiedsrichter. Ein Kind muss erst lernen, wie es sich sozial verhält. Negatives Verhalten werde ich nicht bestrafen, sondern erwünschte Verhaltensweisen als Alternativen aufzeigen.

Ziele meiner Arbeit mit den Kindern

Kleine Kinder eignen sich Wissen und Fähigkeiten selbstständig durch einen inneren Antrieb heraus an. Es gibt vielfältige Bildungsmöglichkeiten in der Kindertagespflege und ich werde eine Mischung aus allem einfließen lassen.

Freies Spielen

Beim freien Spielen entscheidet das Kind womit, beziehungsweise was es spielt. Das Spiel muss kein Endprodukt haben, sondern der Sinn liegt in der Handlung selbst. Für mich als Tagesmutter heißt freies Spiel, dass ich immer mal neue Spielsachen anbiete oder gar als Spielpartner zum Beispiel in Rollenspiele mit eintauche und das Kind dort abhole, wo es gerade in seiner Entwicklung steht.

Auch als Vorbild kann ich dabei gut dienen und das Kind im Alltag miteinbeziehen und helfen lassen, zum Beispiel beim Tisch decken.

An dieser Stelle vielleicht auch noch ein paar Worte zum Thema Spielzeug. Es gibt in meiner Spielzeugsammlung eine Hand voll Sachen, die Musik bzw. Tiergeräusche machen. Ich werde die Anzahl dieser Spielzeuge jedoch sehr gering halten, weil ich nichts von Dauerbeschallung halte und lieber möchte, dass die Fantasie der Kinder mit einfachen (Holz)Spielzeug angeregt wird, indem sie selber etwas bauen oder ähnliches.

Motorische Entwicklung

Die Motorik macht es dem Kind möglich sich fortzubewegen, nach Gegenständen zu greifen, zu sprechen, zu zeichnen, aber auch sich durch Gestik und Mimik auszudrücken.

Wir werden zur Förderung viel draußen spielen, toben und auch Bobbycar und Dreirad um den natürlichen Bewegungsdrang der Kinder gerecht zu werden, aber auch basteln, malen und tanzen.

Sprachförderung

Ich möchte den Kindern helfen die Freude am Sprechen zu entdecken. Wir werden gemeinsam Bilderbücher ansehen, die Gegenstände des alltäglichen Lebens zeigen oder ich lese ein Buch vor. Auch werden wir gemeinsam viel Singen, Reimen und kleine Fingerspiele machen, die die Kinder zum Mitmachen und Nachsprechen anregen.

Das sind mit die wichtigsten Ziele in meiner Arbeit mit ihren Kindern. Ich möchte helfen den Grundstein zu legen, dass die Kinder zu selbstbewussten, eigenständigen und fröhlichen Persönlichkeiten heranwachsen.

Mein Hauptziel ist und bleibt jedoch: Jedes einzelne Kind soll sich bei mir wohlfühlen und gerne zu mir kommen. Ich möchte das jedes Kind glücklich am Ende des Tages nach Hause geht und Spaß hatte.

 
Unser Tagesablauf

Morgens

Ab 6 Uhr werden nach und nach   die Kinder gebracht. Um 8.00 Uhr gibt es ein gemeinsames Frühstück. Anschließend dürfen die Kinder frei spielen, bis auch die letzten Kinder gebracht wurden.

Vormittags

Unsere „Sausezeit“ Zeit zum Spielen,Toben und Entdecken. Bei gutem Wetter gehen wir raus. Außerdem gibt es eine Zwischenmahlzeit bestehend aus Obst oder Gemüse.

Mittags

Erst gibt es ein gemeinsames Mittagsessen.

Anschließend werden eventuell schon einige Kinder abgeholt und die anderen werden mit einer kleinen Geschichte in den Schlaf begleitet.

Nachmittags

Wenn alle wieder munter sind gibt es einen kleinen Snack und dann darf noch gespielt werden bis die Eltern kommen.

Der Mittagsschlaf

Nach dem Mittagsessen circa um 12.15Uhr werden die Kinder zum Schlafen hingelegt. Dazu bekommt jedes Kind eine eigene kleine Matratze ins Spielzimmer gelegt und je nach Gewohnheit gibt es eine Decke oder einen Schlafsack. Ich werde eine kleine Geschichte vorlesen und die Kinder in den Schlaf begleiten.

Nach 1,5-2 Stunden werde ich die noch schlafenden Kinder wecken, je nach Absprache mit den Eltern.

Feste und Jahreszeiten

Ich werde die besonderen Feste und Jahreszeiten immer in den Alltag mit einbauen, natürlich zum einen in dem wir Deko basteln und aufhängen und zum anderen werde ich durch Geschichten, Lieder und Gedichten den Kindern den Sinn und Bedeutung der Feste erklären, warum diese gefeiert werden.

Unsere Regeln

Ein paar Regeln, die ich als wichtig empfinde gibt es bei uns. Ich möchte den Kindern ein Vorbild sein und es ihnen so vorleben, dass es einfach selbstverständlich wird.

Vieles wird sicherlich auch von Zuhause bekannt sein und deshalb leicht umzusetzen für die Kinder.

~ Wir begrüßen und verabschieden uns

~ Straßenschuhe ziehen wir im Flur aus

~ Vor dem Essen und wenn wir nach dem Spielen reinkommen waschen wir

gründlich unsere Hände

~ Wir sagen „bitte“ und „danke“

~ Spielzeug wird nicht geschmissen oder absichtlich kaputt gemacht

~ Wir hauen, treten und schubsen nicht

~ alle essen gemeinsam

Die Eingewöhnung

Die Eingewöhnung ist der wichtigste Grundstein für eine gute, vertrauensvolle Beziehung zwischen Tagesmutter und Tageskind. Auch hier sollte man den Kindern die Zeit geben, die sie brauchen. Ich veranschlage dafür 1-2 Wochen. Außerdem sollte die Eingewöhnung an einem Stück und regelmäßig ablaufen und nicht nur 1 Tag in der Woche. Das sollten die Eltern mit einplanen, wenn sie eine neue Arbeit aufnehmen wollen.

Die Eingewöhnung wird nicht vor den Ferien oder Urlaub beginnen, da wir sonst danach wieder von vorne beginnen würden. Auch ist darauf zu achten, dass das Kind nicht gerade belastet ist, weil es zum Beispiel einen vorangegangenen Umzug noch verarbeiten muss.

Außerdem ist es mir wichtig, dass mindestens 1 direkte Bezugsperson, also Mutter oder Vater meist, das Kind zur Eingewöhnung begleitet und nicht etwa Oma oder Tante.

Die ersten Tage der Eingewöhnung kommen Mutter und Kind nur für 1-2 Stunden. Das Kind kann sich alles in Ruhe angucken und sich an mich und auch an die anderen Tageskinder gewöhnen. Wenn es langsam vertrauen in mich hat und weiß dass es sicher ist, kann die Mama versuchen mal für ein paar Minuten ins Nebenzimmer zu gehen oder mal eine halbe Stunde das Haus verlassen. Wie schnell das geht und ob das Kind weint wenn es merkt Mama geht hängt von jedem Kind individuell ab.

Wichtig ist, dass die Mutter sich verabschiedet von dem Kind, nicht nur in der ersten Zeit sondern auch später, wenn es schon eingewöhnt ist. Ich möchte nicht, dass die Eltern sich unbemerkt davon schleichen und die Kinder erst später merken, dass keiner mehr da ist.

Der Abschied

Irgendwann kommt dann der Abschied in die Kita oder bei den größeren in die Schule. Wir werden jedes Kind mit einer kleinen Feier verabschieden und neben der Dokumappe wird es auch immer noch ein kleines individuelles Geschenk als Erinnerung an unsere gemeinsame Zeit von mir geben.

Im Vorfeld werden wir natürlich die neue, aufregende Situation schon mal genauer beleuchten.

Wie wird es im Kita/ Schule? Was kommt auf mich zu?

Diesen Fragen werden wir nachgehen und den baldigen Wechsel so etwas erleichtern.

Erziehungspartnerschaft zwischen mir und den Eltern

Mir ist ein gute Verhältnis zwischen den Eltern und mir wichtig. Wenn das nicht stimmt, wirkt sich das automatisch auf das Kind aus. Wir müssen uns gegenseitig vertrauen können, bereit sein miteinander zu kommunizieren und ehrlich zueinander sein.

Es ist wichtig, dass mir mitgeteilt wird, wenn es Vorkommnisse in der Familie gibt, die das Kind eventuell belasten könnten und Einfluss auf sein Verhalten haben könnten.

Auf der anderen Seite werde ich auch den Eltern täglich beim Abholen eine kurze Information geben, was wichtig war am Tag, dass auch sie wissen, ob ihr Kind zum Beispiel am Nachmittag sehr müde sein wird, weil es keinen Mittagsschlaf machen wollte.

Diese Gespräche werde ich beim Abholen jedoch wirklich nur sehr kurz halten, als Informationsaustausch. Für ausführlichere Gespräche kann man dann einen Termin ausmachen oder am Nachmittag in Ruhe einmal telefonieren.

Auch aus dem Tagesgeschehen möchte möchte ich die Eltern nicht ausschließen. Ich schicke gerne, wenn die Eltern es möchten von besonderen Momenten Bilder.

Aber auch wenn die Eltern morgens los müssen und das Kind dann doch mal weint schicke ich gerne Bilder wenn es sich beruhigt hat, damit die Eltern ruhigen Gewissens arbeiten können.

Vernetzung mit Institutionen und Tagespflegepersonen

Ich bin mit den Tagesmüttern aus Lauenburg gut vernetzt und habe auch dort immer erfahrene Ansprechpartner.

Die Qualität meiner pädagogischen Arbeit sichern

Meinen Qualifizierungskurs habe ich 2017 in der Familienbildungsstätte Schwarzenbek über das Jugendamt Ratzeburg absolviert.

Er umfasste 160 Unterrichtseinheiten, einen Erste-Hilfe-Kurs-am Kind und

ein 40 stündiges Praktikum bei einer Tagesmutter.

Ich nehme regelmäßig an angebotene Fortbildungen vom Jugendamt teil und stehe auch regelmäßig im Austausch mit anderen Tagesmüttern.

Bei schwierigeren Fragen steht mir Herr Riemann, vom Fachdienst für Kindertagesbetreuung zur Seite.

Das ist mein Konzept für meine Kindertagespflege. Ich hoffe sie konnten so einen Einblick in meine Arbeit als Tagesmutter erhalten. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

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